auf dem Weg zum fairen Lager

Auch bei der Vorbereitung und Planung eines fairen und nachhaltigen Lagers gibt es mehrere Wege, dies zu erreichen. Die folgenden Empfehlungen können je nach Lager, Standort oder Gruppengrösse unterschiedlich wichtig sein und umgesetzt werden. In unserer Galerie findet ihr Kurzfilme über schon stattgefundene faire Lager, von denen ihr euch inspirieren lassen könnt. Nun ist eure Kreativität gefragt!

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Vorbereitung und Planung

Gut geplant ist in der Küche halb gewonnen

  • Saisontabellen (Früchte/Gemüse) und saisonale Kochrezepte studieren. Eine Saisontabelle findet ihr in der Werkzeugkiste.
  • Weniger Fleischmenus – Suche nach Alternativen, z.B. Vegi-Burger, Hummus … Rezeptideen findest du unter den Links und im Online-Kochbuch.
  • Planung eines Vegi-Tages
  • Kreativ sein: selbstgemachtes Apfelmus, Brot, Joghurt, Sirup
  • Eltern informieren und zu einer Spende auffordern, z.B. selbstgemachte Konfitüre, Bio- oder Fairtradeprodukte. Eine Briefvorlage stellen wir euch zur Verfügung.
  • Genaue Kalkulation der Menge vor dem Einkauf
  • Lokale Einkaufsmöglichkeiten und Menge an Bio- bzw. regionalen Produkten abklären, beim Lagerplatz-Vermieter nachfragen, was man vor Ort kaufen kann
  • Food waste vermeiden! Es braucht kreative Ideen für die Resteverwertung, wie wär’s beispielsweise mit einem Atzenauflauf?

Sportskanone oder Faulpelz?

  • Anreise zum Lagerort mit dem Velo, zu Fuss, mit öffentlichem Verkehr
  • Nachhaltigkeitsaspekte im Lagerprogramm einplanen und thematisieren. Spielideen findet ihr hier!

Nicht verzagen – nach Hilfe und Unterstützung fragen

  • Die am häufigsten gestellten Fragen beantworten wir dir hier!
  • Kontakt zu Sponsoren von Lebensmittel pflegen. Eine Briefvorlage, um Sponsoren anzuschreiben befindet sich in der Werkzeugkiste.
  • Nachhaltigkeit als Trumpf: Finanzielle Unterstützung anfordern, z.B. von Kirchgemeinden … eine Briefvorlage ist ebenfalls in der Werkzeugkiste zu finden.
  • Mengenrabatte beim Einkauf aushandeln

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Einkauf von Lebensmitteln

Die Qual der Wahl des Einkaufsortes

  • Je nach Lagerort empfiehlt es sich, vorher grössere Mengen einzukaufen, z.B. Reis, Pasta etc.
  • Lokaler Bauernhof und Hofladen
  • Lokale Metzgerei, Bäckerei und Käserei
  • Dorfläden

Achtung: Vorher abklären, ob das Angebot gross genug ist und gleich nach einem Lagerrabatt fragen.

Einkaufsprofi in Nachhaltigkeit

  • Saisonales Gemüse und saisonale Früchte offen einkaufen
  • Wenig Südfrüchte – dafür Max Havelaar
  • Bio-Label, Fair-Trade-Label und regionale Produkte berücksichtigen
  • Wenig Plastik und Konservendosen – kein Lunch mit 100 Plastiksäcken
  • Eigene Lunchbox sowie eigenes Besteck und Teller mitnehmen. Auch am Besuchstag der Eltern, diese dazu auffordern ihr eigenes Geschirr mitzubringen. Falls Plastikbecher, dann anschreiben!
  • Gewürz- und Kräutergarten am Lagerplatz

Es sollen lokale Produkte gekauft werden. Es gibt Nahrungsmittel, die nicht lokal bezogen werden können. Einen nachhaltigen Ersatz bieten Produkte mit dem Bio- und Fair-Trade-Label.

Aufwand und Ertrag muss stimmen. Es macht keinen Sinn, mit dem Auto viele zusätzliche Kilometer zurückzulegen, nur um Bio-Produkte zu bekommen.

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Bau- und Bastelmaterial

Materialschlacht vermeiden!

  • Farbe und Leim sollen biologisch abbaubar sein
  • Lokales Verbrauchsmaterial, z.B. Holz aus der lokalen Sägerei
  • Altes Bastelmaterial wieder verwerten und Materialien aus der Natur verwenden
  • Bei Bastel- und Stoffläden nach Restposten fragen

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Recycling

Naturschutz hat Priorität

  • Spülmittel nie direkt ins Gewässer spülen und im Becken abwaschen
  • Umweltfreundliches, gut biologisch abbaubares Waschmittel verwenden, z.B. von Held, oder eine Neutralseife benutzen
  • Verzicht auf Alupapier und Kauf von Recycling WC-Papier
  • Biologisch abbaubares Duschmittel verwenden. Evtl. einen grossen Dispenser (oder mehrere kleine) für alle Teilnehmer zur Verfügung stellen.

Zukünftige Entsorgungs- und Recyclingprofis

  • Mülltrennung, z.B. in verschieden farbigen Säcken.
  • Organische Abfälle kompostieren oder beim lokalen Schweinebauern vorbeibringen
  • Abfallsammelstellen in der Nähe kennen und Lagerung sowie Entsorgung des Mülls planen
  • Lagerteilnehmende involvieren! - z.B. das Mülltrennungssystem gemeinsam mit den Teilnehmenden basteln und aufbauen.