Nachhaltig Kochen - mit gleichem Budget

Die eigene Lagerküche nachhaltig zu gestalten geht nicht gezwungenermassen mit einem höheren Budget einher. Ein weit verbreitetes Missverständnis, das es aus der Welt zu schaffen gilt. Viele Lagerbudgets sind knapp berechnet, weswegen meist an allen Ecken und Enden jeder Franken umgedreht wird. Wir haben für euch die wichtigsten Massnahmen zusammen gestellt, die ihr mit gleichbleibendem Budget umsetzen könnt. Werdet Schritt für Schritt aktiv für eine kreatives und nachhaltiges Kocherlebnis in eurem Lager!

Gleiches Budget - mehr Nachhaltigkeit!

Saisonal Kochen: Eine saisonale Küche trägt wesentlich zu einem ressourcenschonenden Gebrauch von Lebensmitteln bei. Die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung saisonaler Lebensmittel sind wesentlich geringer. Das Gemüse kann im Freiland angebaut werden anstatt im Gewächshaus; lange Transportwege fallen weg. Saisontabellen findet ihr hier.

Geringer Fleischkonsum: Wenn ihr eure geplanten Menu's unter die Lupe nehmt, werdet ihr rasch merken, dass die finanziellen Ausgaben für euren Fleischeinkauf einen hohen Anteil darstellen. Hand auf's Herz, maximal einmal Fleisch am Tag reicht vollkommen. Es gilt das Motto – weniger ist mehr. Warum die Herstellung von Fleisch, eine Ressourcenschleuder ist - wird euch hier erklärt.

Clevere Menuplanung: In einem Lager ist die Mengenberechnung eine Kunst für grosse Köche! Berücksichtigt den Tagesplan der Teilnehmenden und sprecht euch mit der Lagerleitung ab. Wann sind die anstrengenden Sportblöcke eingeplant? Wann treffen die Fresspäckli mit der Post ein? Alles Faktoren, die es in der Mengenberechnung mit einzuplanen gilt.

Effiziente Resteverwertung: Ein Drittel der Lebensmittel, die in der Schweiz für Privathaushalte eingekauft werden, landen im Abfall. Da die Mengenkalkulation für Lagerküchen eine besondere Herausforderung darstellt, heisst es bei der Resteverwertung kreativ zu werden. Überlegt im Vorhinein, wie ihr allfällige Essensresten weiter verwenden könnt.

Das Umfeld aktivieren: Ihr seid nicht die einzigen, die sich für das Thema Nachhaltigkeit begeistern lassen. Informiert die Eltern und ruft auf zu Lebensmittelspenden. Eine Briefvorlage findet ihr hier. 

Budgetfreundliche Massnahmen

Lokale Lebensmittelproduzenten einbinden: Kümmert euch bereits beim „rekken“ darum, was für Lebensmittel vor Ort vertrieben werden. Gibt es einen lokalen Bauern, Metzger, Käser oder Bäcker? Je nach dem habt ihr Glück und könnt Mengenrabatte aushandeln. So erhält ihr regionale, qualitativ hochwertige Lebensmittel mit einem geringen finanziellen Mehraufwand.

Schritt für Schritt: Die Umstellung eurer Küche auf Fairtrade- und Bioprodukte klappt nicht von heute auf morgen. Aber wie wär's, wenn ihr 'mal einige Produkte konsequent in Fairtrade- und/oder Bioqualität einkauft oder nur noch lokal bezieht? Ein Sommerlager lang mit fair gehandeltem Reis kochen ist beispielsweise ein erster Schritt für eine nachhaltige Lagerküche.