NACHHALTIGKEIT IM LAGER

Ökologische Nachhaltigkeit

Mit der ökologischen Nachhaltigkeit ist eine Lebensweise gemeint, welche die natürlichen Ressourcen in dem Masse beansprucht, wie sie auch wieder hergestellt werden können und sich so für die Aufrechterhaltung unserer natürlichen Umwelt einsetzt. Für Jugendlager bedeutet dies, dass die Umweltbelastung durch den Lagerhaushalt möglichst gering gehalten und mit Ressourcen schonend umgegangen wird. Beim Einkauf von Bauholz und Bastelmaterial sollten Herkunft und Transportwege berücksichtigt werden. Beim Kauf von Lebensmitteln sollten saisonale, regionale und biologisch angebaute Produkte bevorzugt werden und der Konsum von tierischen Lebensmitteln soll auf ein vernünftiges Mass reduziert werden. Damit wird die Umweltbelastung, verursacht durch intensive landwirtschaftliche Anbaumethoden oder lange Transportwege, reduziert. Generell sollte beim Materialverbrauch auf möglichst kurze Transportwege und korrektes Recycling geachtet werden.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Eine Gesellschaft soll wirtschaftlich gesehen nicht über ihren Verhältnissen leben, denn nachkommende Generationen haben die Folgen zu tragen. Auch ein Lagerbudget sollte nicht gesprengt werden. Auch ohne finanziellen Mehraufwand oder unter Miteinbezug des persönlichen Umfelds, Firmen und Sponsoren kann ein Lager nachhaltig gestaltet werden. Dies bedeutet auch, dass ein Lager trotz Verzicht auf Budget-Lebensmittel nicht teurer werden soll. Dafür ist Fantasie bei der Planung der Menus gefragt! Einen Entwurf eines Briefes um Firmen und Sponsoren für vergünstigte nachhaltige Produkte anzufragen, findest du in der Werkzeugkiste.

Soziale Nachhaltigkeit

Jede Gesellschaft ist von Konflikten und sozialen Spannungsfeldern geprägt. Es gilt gewalttätige Konflikte zu vermeiden und konstruktive Lösungen im Zusammenleben zu finden. Soziale Nachhaltigkeit, welche in Jugendlagern meist über den Fairnessgedanken vermittelt und gefördert wird, soll auch im Konsumverhalten mitgedacht werden. Langfristige und faire Handelsbeziehungen und Arbeitsbedingungen sind im Interesse aller. Bei Produkten aus dem Ausland (z.B. T-Shirts oder Bananen) muss deshalb auf Labels des Fairen Handels geachtet werden.