Leitfaden

Schritt 2: Einkaufen und Kochen

Hier findest du hilfreiche Tipps und Tricks zum Einkaufen und Kochen.

Die Qual der Wahl des Einkaufsortes

  • Lokaler Bauernhof und Hofladen einbeziehen
  • Lokale Bäckereien, Käsereien und Metzgereien kontaktieren
  • Je nach Lagerort empfiehlt es sich, vorher grössere Mengen biologisch hergestellter Inlandprodukte einzukaufen.
  • Reduziert Einkaufsfahrten durch gute Absprachen und «Fahrregeln» miteinander.

Beachte: Weil Produkte lokal verkauft werden, heisst das nicht automatisch, dass sie regional produziert worden sind. Am besten immer gleich nachfragen!

Einkaufsprofi in Nachhaltigkeit

  • Als Faustregel gilt: «Biologisch, regional, saisonal».
  •  Pflanzliche Lebensmittel, wenn immer möglich den tierischen vorziehen. Das heisst für euch: Vegi-Tage einplanen und auf pflanzliche Alternativen setzen und so neue spannende Rezepte ausprobieren. Je mehr, desto besser, denn das schont auch euer Budget!
  • Klar, je weniger Abfall durch Verpackungen, desto besser. An erster Stelle ist jedoch obige Faustregel zu beachten, denn die Verpackung macht einen sehr kleinen Anteil der Umweltbelastung eines Produkts aus.
  • Meidet unbedingt Produkte, die mit dem Flugzeug transportiert werden.
  • Achtet wenn möglich bei Lebensmitteln, wie Bananen und Schokolade, auf Bio und Fairtrade.
  • Es lohnt sich (Ausschuss)ware beim Biobauernhof in der Nähe zu beziehen. Eine Landkarte mit allen Knospehöfen findet ihr unter knospehof.ch.

Beachte: Es klappt nicht von heute auf morgen alle Einkaufs und Essgewohnheiten umzustellen. Entscheidet euch bewusst mit eurer Lagerküche für erste Massnahmen, z. B. Biogemüse, aller Reis wird in Fairtrade-Qualität gekauft, Einplanen von mehreren Vegi-Tagen, etc.

Ihr habt den Überblick verloren? Hier findet ihr einen Früchte- und Gemüse-Ratgeber sowie einen Labelführer

Entscheidet bereits vor dem Kauf, welche Lebensmittel in welcher Qualität gekauft werden und orientiert euch dabei am Budget. Nicht, dass ihr am Schluss Geld übrighabt, für das ihr euch eigentlich qualitativ hochwertigere, umweltschonendere Produkte hättet leisten können.

Mit Erfolg kochen

  • Holt euch Tipps und Rezepte bei erfahrenen Lagerköch*innen, falls ihr noch nicht so viel Erfahrung habt. Faires Lager vermittelt euch gerne.
  • Vermeidet Food Waste, indem ihr die Resteverwertung in den Menüplan miteinplant.
  • Kreative Ideen für die Resteverwertung ausdenken, damit die Teilnehmer*innen mitmachen; z.B. «durch den Regeboge ässe», «Zmorge De Luxe», …
  • Kreativ sein und Lebensmittel wie Apfelmus, Brot, Joghurt oder Sirup selbst herstellen
  • Ablaufdatum nicht mit dem Kalender, sondern mit Nase und Mund vergleichen

Alle Lagerteilnehmer*innen machen mit

  • Teilnehmer*innen bringen eine eigene Lunchbox, Besteck und Teller mit.
  • Lunch nicht extra für jede Person einzeln im Plastiksack abpacken, sondern Lebensmittel für eine ganze Gruppe mitgeben. Ein ganzer Brotlaib braucht keine Extraverpackung – ein Sandwich schon.
  • Bauernhofbesuch mit allen einplanen
  • Gemeinsam mit den Lagerteilnehmer*innen kochen
  • Ein (Gelände-)Spiel zu einer nachhaltigen Küche einbauen, Ideen findet ihr hier.

 

Weitere Tipps und Tricks für eine nachhaltige Küche findest du bei Faires Winti