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Facts

Untenstehend findet ihr ein paar Facts zum Thema Saisonalität von Früchten und Gemüse sowie weiterführende Links. Ihr seid jedoch frei, selbstständig noch weitere Recherchen zu machen! Gutes Gelingen und viel Spass!

Saisonalität

Die Auswahl an Früchten und Gemüse in den Läden ist oft sehr gross. Gewisse Früchte- oder Gemüsesorten können das ganze Jahr über gekauft werden, obwohl sie bei uns nicht Saison haben. Je nach Jahreszeit und Wachstumszyklus der Pflanzen sind unterschiedliche Gemüse- und Früchtesorten jeweils erntereif. Falls du nicht weisst, was in der Schweiz zu welcher Zeit Saison hat, gibt es zahlreiche Saisonkalender, welche dich beim Einkaufen unterstützen (WWF, gemuese.ch, swissmilk, Fooby, ProSpecieRara, Generation M etc.). Im Winter kannst du beispielsweise auf Lagergemüse zurückgreifen. Das sind Gemüsearten, welche bei kühler, dunkler und trockener Lagerung sehr lange lagerfähig sind, wie zum Beispiel Randen, Karotten oder Knollensellerie (gemuese.ch). Du hast das Gefühl, in der Schweiz haben wir keine grosse Auswahl an Früchten und Gemüse? Auf Pro Specie Rara kannst du seltene Gemüse- und Früchtesorten (wieder-)entdecken (ProSpecieRara). Es ist erstaunlich, wie gross die Vielfalt an Gemüse- oder Früchtesorten in der Schweiz ist. All diese Pflanzen tragen zur Biodiversität in der Schweiz bei.

Vorteile von saisonalen Produkten

Ein Teil der Früchte und Gemüse in den Läden kommt aus dem Ausland oder aus Gewächshäusern. Fossil beheizte Gewächshäuser, oder Produkte, welche per Flugzeug in die Schweiz transportiert werden, wirken sich schlecht auf die Ökobilanz aus. Aber das Ganze ist etwas komplex. So wirkt sich beispielsweise eine Tomate aus einem fossil beheizten Gewächshaus in der Schweiz schädlicher auf das Klima aus als eine sonnengereifte Tomate aus Spanien. Jedoch kann auch der Anbau von Gemüse in trockenen Regionen, wie beispielsweise im Süden Spaniens zu Umweltbelastungen führen, da Grundwasser angezapft wird (WWF, SRF). Zusammengefasst lässt sich sagen, der Vorteil von saisonalem Gemüse ist, dass weniger Energie verbraucht wird für deren Anbau (keine fossil beheizten Gewächshäuser). Regionale Früchte wiederum haben kurze Transportwege und sind ökologischer als Früchte, die vom Ausland eingeflogen werden. Wer sich regional ernährt, belastet in Bezug auf seinen Gemüsekonsum die Umwelt um acht- bis zehnmal weniger (WWF; nachhaltig leben).

Umsetzung im Alltag

Das Problem ist, dass viele Detailhändler nur teilweise deklarieren, wie Obst und Gemüse transportiert wurde, oder ob es allenfalls in fossil beheizten Gewächshäusern angepflanzt wurde (WWF). Dafür gibt es jedoch Labels, die dir helfen, dich regional und saisonal zu ernähren. Das Label Knospe Suisse stellt sicher, dass 90% der Rohstoffe aus der Schweiz stammen. Weiter müssen beispielsweise Heizsysteme umweltverträglich sein. Labels stellen auch Anforderungen an Arbeitsbedingungen (Labelinfo). Eine weitere Möglichkeit ist, dass du im Garten der Nachbar*innen schaust, was wann erntereif ist. Wenn du dich mit der Thematik befasst, entwickelst du mit der Zeit ein Gefühl für Saisonalität und weisst beispielsweise, dass das Wetter für Tomaten ca. ab Juni genügend warm ist, damit es ohne fossil beheiztes Gewächshaus wachsen kann.

Wettbewerb 2021​​​​​​​